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Kultur

Vier Museen im Vest für einen Nachmittag

Ikonen aus dem Osten, Gegenwartskunst, jüdische Geschichte und ein Umspannwerk voller Strom: vier Häuser zwischen Recklinghausen und Dorsten — mit Zeiten, Preisen und zwei Tagen, an denen man zahlt, was man will.

von RUHRLOKAL Redaktion · 6 Min. Lesezeit
Leerer Ausstellungsraum mit hellen Wänden, Holzboden und drei großformatigen abstrakten Bildern

Museen im Ruhrgebiet haben einen Ruf zu verlieren: teuer, weit weg, für andere gemacht. Im Vest stimmt davon wenig. Vier Häuser liegen so dicht beieinander, dass ein Nachmittag reicht — und an zwei Wochentagen zahlt man dort, was man für richtig hält.

Kunsthalle Recklinghausen

Gegenwartskunst mitten in der Stadt, an der Große-Perdekamp-Straße 25–27. Zurzeit läuft die Ausstellung „What Lies Below Is Another Above", an der Fassade hängt eine Neon-Arbeit von David Renggli.

  • Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen: 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen
  • Eintritt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder unter 14 Jahren frei
  • Samstags gilt Pay what you want — der Eintritt kostet, was man geben möchte
  • Öffentliche Führung jeden Sonntag um 12 Uhr, kostenfrei, nur der Eintritt kommt dazu

Das Haus ist barrierefrei zugänglich.

Ikonen-Museum Recklinghausen

Ein Museum für ostkirchliche Kunst, ausgerechnet im Revier — und das seit 70 Jahren; das Jubiläum begeht das Haus in diesem Jahr. Gezeigt werden Ikonen, Holzarbeiten und Metallkunst aus dem orthodoxen Osten.

  • Dienstag bis Sonntag: 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen
  • Eintritt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder unter 14 Jahren frei, Audioguide 2 Euro
  • Mittwochs gilt Pay what you want

Die Sonderausstellung „Viten, Wunder und Legenden: Ikonen erzählen" geht dem Ende entgegen: Die Finissage ist am Sonntag, 8. November, von 11 bis 20 Uhr, der Eintritt an diesem Tag ganztägig frei. Das Begleitprogramm kündigt das Museum kurzfristig an.

„Zwei Häuser, zwei Tage in der Woche, an denen der Eintritt kostet, was man geben möchte: samstags die Kunsthalle, mittwochs das Ikonen-Museum."

Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten

Das Museum geht auf eine Bürgerinitiative zurück und erzählt jüdische Geschichte und Gegenwart in Westfalen. Ab dem 18. Oktober läuft die Ausstellung „Dignity — Ágnes Lukács und Burkhard Schittny" mit Arbeiten zu Zwangsarbeit und Verfolgung; sie bleibt bis zum 18. April 2027.

  • Dienstag bis Freitag: 10 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr
  • Samstag, Sonntag und feiertags: 14 bis 17 Uhr
  • Eintritt 5 Euro, in Gruppen ab 12 Personen 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
  • Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr in Begleitung ihrer Eltern frei

Museum und Ausstellungen sind nach Angaben des Hauses weitestgehend barrierefrei zugänglich.

Museum Strom und Leben, Recklinghausen

Im alten Umspannwerk steckt das deutsche Elektrizitätsmuseum — die Sorte Haus, in die man Kinder mitnehmen kann, ohne dass sie nach zwanzig Minuten fragen, wann es weitergeht.

  • Montag bis Samstag: 10 bis 17 Uhr
  • Sonntag: 10 bis 18 Uhr

Wichtig für die Planung: Das Museum bleibt an mehreren Tagen geschlossen, darunter 9. und 10. Oktober, 31. Oktober und 1. November sowie durchgehend vom 18. Dezember bis 1. Januar. Zu den Eintrittspreisen macht die Website keine Angabe — die erfragt man besser vorher.

Alle Zeiten und Preise stammen von den Websites der Häuser, nachgesehen am 29. September 2026. Sonderöffnungszeiten an Feiertagen, Umbauten und kurzfristige Änderungen kommen vor. Weitere Termine stehen im Eventkalender. Stand: 28. September 2026.

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